Ziel dieses Besuches aus dem Herzen Spaniens war es, - neben dem Erfahrungszugewinn – die vor drei Jahren seitens der mittlerweile pensionierten StDin Engelbrecht-Saal geknüpften Kontakte aufrecht zu erhalten, zu pflegen und perspektivisch für kommende Schüler unserer BS als Möglichkeit für einen persönlichkeitsfördernden Auslandsaufenthalt inklusive Englischsprachkurs im Rahmen einer Schulpartnerschaft mit der „EOI Madrid-Villaverde“ zu entwickeln. Zu diesem Zweck hatte bereits im Januar 2025 eine vierköpfige Delegation unserer Schule unter Leitung des Schulleiters OStD Dr. Selzam anlässlich eines Aufenthalts in Madrid Kontakte zu dort in Frage kommenden Schulen und deren Leitungen hergestellt.
Am Tag seiner Anreise mit der Lufthansa wurde der spanische Kollege am Flughafen Albrecht Dürer in Nürnberg von Frau StDin a.D. Engelbrecht-Saal und Herrn OStR Hellmund empfangen. Nach dem Transfer zum Hotel in Bamberg wurde der Nachmittag zu dritt zu einer ersten Erkundung und Besichtigung der Domstadt genutzt. Der hinzugekommene Schulleiter Dr. Selzam ergänzte und führte die Gruppe mit dem sehr interessierten Gast bis zur abendlichen Einkehr im Herzen des Bamberger Mühlenviertels durch einen Teil der historischen Altstadt.

Der nächste Morgen hielt für unseren in Bamberg einquartierten Gast eine schöne Überraschung bereit! Über Nacht hatte es kräftig geschneit und ganz Oberfranken präsentierte sich in winterliches Weiß gehüllt in einer, nicht nur für ihn tollen Winterlandschaft.
Trotz dieser objektiven Erschwernisse für die täglichen An- und Rückreisen zur Berufsschule nach Lichtenfels war auf die Pünktlichkeit des spanischen Gastes Verlass. Er konnte sein von StDin Baier-Pfab detailliert geplantes Programm des Job-Shadowing wie vorgesehen absolvieren. Dabei schaute er mit großem Interesse zahlreichen Kollegen der Fachbereiche IT, Wirtschaft, Metalltechnik und auch Berufsvorbereitung – zuvorderst im Unterrichtsfach Deutsch – über deren Schultern. Tagtäglich nahm er auch an gemeinschaftlichen Veranstaltungen im Schulhaus teil und lud z.B. nach seiner offiziellen Begrüßung durch die Schulleiter OStD Dr. Selzam und StD Nicodemus zu Beginn seines Aufenthaltes das anwesende Kollegium wie auch die Damen der Verwaltung zur Verkostung der von ihm mitgebrachten Gastgeschenke (herzhafte und süße spanische Köstlichkeiten) ein.
Neben den unterrichtlichen Verpflichtungen absolvierte er in der knapp bemessenen Zeit bis zu den winterlichen Sonnenuntergängen ein mit zahlreichen Höhepunkten gespicktes Kulturprogramm. Angefangen bei selbständigen Besichtigungen der geschichtsträchtigen Bamberger Altstadt mit Dom, einer Exkursion nach Kloster Banz sowie der Basilika Vierzehnheiligen unter Führung von Frau Baier-Pfab als auch einer von Dr. Selzam geleiteten Führung zu zahlreichen Weltkulturerbestätten, darunter die Neue Residenz Bamberg, gab es allerhand zu bestaunen. Abgerundet wurde der abwechslungsreiche Aufenthalt unseres Gastes aus der spanischen Hauptstadt am Freitag, 30. Januar mit einem Besuch der Residenzstadt Coburg geführt von OStR Hellmund. Nicht nur dort erfreute sich der aufgeschlossene Spanier neben den kunsthistorischen, architektonischen und geschichtlichen auch an den kulinarischen Besonderheiten unserer Heimatregion.
Nach einer sehr ereignisreichen Woche im verschneiten und für spanische Verhältnisse kalten Oberfranken, trat unser Gast am Samstag in der Früh seine Rückreise mit Zwischenaufenthalt in Nürnberg an. Dort besichtigte er noch Sehenswürdigkeiten der alten Reichsstadt, wie Sebalduskirche und den Schönen Brunnen. Gegen Mitternacht traf er wohlbehalten in seiner Heimat ein. Nicht nur der Besuch in der Noris trug dazu bei, dass Herr Miguel González seinen Aufenthalt bei uns in Franken als „unvergessliches Erlebnis“ lange Zeit in Erinnerung behalten wird.

Auch die Staatliche Berufsschule Lichtenfels hofft, dass dieser Besuch ein weiterer Baustein für eine zukünftige Partnerschaft inklusive Schüleraustausch mit der „Escuela Oficial de Idiomas Madrid-Villaverde“ zum Wohle unserer Schüler seien möge! Und daher bedanken wir uns besonders für die Förderung durch das Erasmus+-Programm der Europäischen Union, ohne die dieses Vorhaben nicht hätte durchgeführt werden können!
I.Hellmund, OStR






